Wahrscheinlich kennt jeder die kleinen Pflanztöpfchen im Supermarkt, in denen man für wenige Euro frische Kräuter kaufen kann. Viele wundern sich, warum sie Zuhause aber trotz vermeintlich guter Pflege schnell eingehen.
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Eigentlich kaufst du dutzende Kräuterpflanzen

Ob nun ein Busch Petersilie oder Basilikum: Was in einem Topf enthalten ist, ist nicht etwa eine einzige üppige Pflanze. In Wirklichkeit sind es meistens mehrere dutzend. Und die brauchen eigentlich deutlich mehr Platz, als in so einem durchschnittlichen Pflanztöpfchen vorhanden ist. Das ist auch der Grund, warum sie meistens nicht allzu lange überleben, wenn du sie einfach in diesem Topf belässt.
Tipp: Am besten kaufst du einen Kräutertopf, dessen Pflanzen noch nicht allzu hoch gewachsen ist. Sehr lange Pflänzchen kannst du zwar auch vereinzeln, aber sie kippen deutlich leichter um und brechen leichter ab, bis sie richtig angewachsen und zu robusten Einzelpflanzen herangewachsen sind.
Kräuter aus dem Supermarkt auspflanzen

Die Lösung: Nimm den Wurzelballen aus dem Topf und lege ihn auf eine große Unterlage (zumindest, wenn du diese Arbeit in deiner Wohnung erledigst, es wird nämlich eine ziemliche Sauerei). Dann trennst du das Wurzelsystem vorsichtig auseinander und klopfst die Erde ab (pikieren, vereinzeln).
Je nachdem, wie fest der Wurzelballen ist, kann das etwas dauern und eine ziemliche Fummelarbeit sein, aber es lohnt sich. Manchmal kann es sinnvoll sein, den Wurzelballen in einer großen Schüssel mit Wasser einzuweichen, um eine Trennung der einzelnen Wurzeln voneinander zu erleichtern.
Beschädigte Wurzeln werden bei dieser Arbeit nie ganz zu vermeiden sein. Das macht aber in der Regel nichts, wenn pro Einzelpflanze genug übrig bleiben.
Danach kannst du die Einzelpflanzen einfach neu in Erde einpflanzen. Basilikum und Petersilie aus dem Supermarkt auspflanzen funktioniert sowohl im Freiland als auch in Blumenkästen oder Töpfen – oder beides, denn genug Pflanzen hast du auf jeden Fall! Drück die Erde fest an und gieß die Pflanzen gut an, damit die zarten Wurzeln schön eingeschlämmt werden und die Pflänzchen möglichst guten Halt haben.
Wie lange habe ich so was von den Kräutern?

Das kommt ganz drauf an! Weil im zweiten Jahr beispielsweise Petersilie giftig wird und nicht mehr genießbar ist, hast du „nur“ ein Jahr etwas davon. Aber auch das kann sich lohnen, denn aus einem Topf kann man große Erntemengen rausholen und somit von einem Topf den ganzen Sommer ernten (und vielleicht sogar etwas für den Winter einfrieren).
Andere Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Liebstöckel können länger im Beet bleiben und treiben jedes Jahr neu aus – und werden auch nicht giftig.

