Achtung, giftig: Petersilie aus dem Vorjahr

Clickbait oder Panikmache? Wird Petersilie aus dem Vorjahr im zweiten Jahr tatsächlich giftig und sollte nicht mehr gegessen werden? Alles, was du über die zweijährige Petersilie wissen musst.

Was bedeutet Zweijährigkeit?

Ganz allgemein bedeutet Zweijährigkeit bei Pflanzen, dass sich ihr Lebenszyklus über zwei Vegetationsperioden bezieht (was nicht zwingend gleichbedeutend mit zwei vollen Kalenderjahren sein muss).

Das erste Jahr bzw. die erste Periode wird als vegetative Phase genannt, in der hauptsächlich Blätter gebildet werden und das Wurzelsystem sich ausbildet. Nach dem winterbedingten Kältereiz folgt dann die generative Phase, in der der sichtbare Teil der Pflanze in die Höhe wächst und Blüten, Früchte und Samen werden gebildet.

Bei manchen Pflanzen wird erst im zweiten Jahr geerntet, zum Beispiel bei Bärlauch. Bei anderen Pflanzen ist es genau andersherum – wie bei der Petersilie, wie ich feststellen durfte.

Petersilie aus dem Vorjahr: Nur bis zur Blüte verzehren

Was ich bis dato nicht wusste: Petersilie ist tatsächlich zweijährig. Es war also kein Wunder, dass sie bei mir den Winter überlebt hat und im März wieder austrieb. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer, denn jetzt kommt aber das große ABER:

Sobald die Petersilie in die Blüte gegangen ist, enthält sie den Giftstoff Apiol und der bedeutet: Vergiftungsgefahr! 2023 wurde sie deshalb sogar vom Botanischen Sondergarten in Hamburg sogar zur Giftpflanze des Jahres gekürt. Im zweiten Jahr kann man die neu austreibende Petersilie also nur noch kurz essen, sobald die Blüte einsetzt sollte man tunlichst darauf verzichten.

Frische Petersilie ohne viel Aufwand neu anbauen

Dann kann man entweder neue aussäen oder einfach einen Topf Petersilie aus dem Supermarkt kaufen und vereinzeln – das geht deutlich schneller und du hast einen klaren Zeitvorteil.

In einem anderen Beitrag gehe ich näher darauf ein, wie du Supermarkt-Kräuter vermehren kannst.

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